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Historie von Alfa Romeo
Die Geschichte von Alfa Romeo beginnt in Portello, im Nordwesten Italiens. Joer läßt der französische Automobilbauer Alexandre Darracq 1906 ein - für seine Zeit - modernes Automobilwerk errichten. Der Erfolg der dort produzierten Lizenzfahrzeuge hielt sich jedoch in Grenzen, so daß schon bald italienische Geschäftsleute das Werk übernehmen und am 24.06.1909 die "Società Anonima Lombarda Fabbrica Automobili", kurz A.L.F.A. gründen. Damit war der grundstein der Erfolgsgeschichte von Alfa Romeo gelegt.
Der erste A.L.F.A. verläßt 1910 das Werk - er stammt (wie alle bis 1927 folgende Modelle) der Feder des Konstrukteurs Giuseppe Merosi und wurde schlicht "24 HP" getauft.Aus 4,1 Litern Hubraum schöpfte das Auto immerhin 42 PS und lief damals sensationelle 100 km/h. Schon ein Jahr später unterstrich A.L.F.A. seine Kompetenz auch durch entsprechende Motorsporterfolge.
Nichtsdestotrotz - die wirtschaftliche Lage war besorgniserregend. Der erste Weltkrieg nahte, damit waren auch die Exportchancen dahin. 1915 mußte A.L.F.A. Konkurs anmelden ! Parallel entstand eine Firma mit dem Namen "Accomandita Ing. Nicola Romeo", Chef war der aus Neapel stammende Nicole Romeo. Um den guten Ruf von A.L.F.A. zu retten und für sich zu nutzen, wurde als neuer Name "Alfa Romeo" gewählt - eine kluge Entscheidung, die nicht nur dem Ohr schmeichelte...
Schnell wurde Alfa Romeo, daß seine Verbundenheit zum mailänder Firmensitz durch sein Wappen zur Schau trug, zu einem der führenden italienischen Automobilschmieden. Auch im Rennsport ging es voran - 1925 wird Alfa Romeo erstmals Weltmeister. Länsgt befinden sich neben den hochkarätigen Automobilen auch Traktoren, LKWs, Omnibusse, Lokomotiven, Dampfwalzen usw. im Fertigsprogramm. Mittlerweile wird in 4 weiteren Werken gebaut. 1929, im Jahr des großen Börsencrashs, brachte Alfa Romeo, wie viele andere Firmen auch, erneut an den Rande des Ruins. Durch neue Investoren wird Alfa glücklicherweise vor dem Untergang gerettet. Mit Modellen wie RL, RM und vielen anderen erfolgreichen Sechs- und Achtzylindern repräsentiert Alfa die Spitze des internationalen Fahrzeugbaus.
Dann folgt der 2. Weltkrieg, in dessen Verlauf das Stammwerk zum großen Teil zerstört wird. Nun heißt es - aufräumen und neu anfangen ! 1946 verläßt der 6C 2500 als erstes Automobil die Werkshallen in Portello. Mit Ende des Krieges ändern sich auch die Herstellungsformen - das Auto wird zum Massengut, die Hersteller müssen sich zu Großserienherstellern mausern.
1950 schafft Alfa Romeo als Hersteller von Luxus- und Sportautos mit dem 1900 den Durchbruch in die Mittelklasse. Selbst im Motorsport hatte dieses Modell großen Erfolg.
1954 erschien mit der Giulietta der erste Alfa Romeo für den "Otto Normalverbraucher" in vielen verschiedenen Karosserievarianten. In echter Alfa-Traditionen designten nahmhafte Designer wie Pininfarina, Giugiaro, Zagato oder Bertone die Autos.
Der endgültige Durchbruch kam 1961 mit der neuen Produktionsstätte in Arese mit einem großen, schlicht genialen Auto - der unvergeßlichen Giulia ! Dieses Auto wurde insgesamt von 1962 bis 1978 gebaut und überzeugte insbesondere durch die faszinierende Technik, interessanter Optik und einem beispielhaftem Cw-Wert von 0,34. Der bezahlbare Traumwagen und Wegbereiter für die spätere GTI-Generation !
Oberhalb der Giulia waren die 2600er-Modelle angesiedelt. 1966 wurde dann der heute legendäre Spider vorgestellt. Insgesamt läuft dieses bei Pininfarina entworfene und produzierte Auto letztendlich 27 (!) Jahre vom Band...
Trotz Ölkrise begrüßt Alfa die 70er mit drei echten Knallern: dem spektakulären V8-Sportwagen Montreal, der neuen Limousine Alfetta und dem Star schlechthin - dem Alfasud. Diese Auto, aus der Feder des nun selbstständigen Giorgetto Giuriaro, sorgte mit seinem großem Innenraum und dem kompakten Schrägheck für eine neue, bis heute bedeutende Fahrzeugklasse.
Leider beginnt nun auch durch die teilweise nachlässige Fertigung sorgenvolle Zeiten für Alfa Romeo - trotz hervorragenden Fahrleistungen und Fahrverhalten kann die vielversprechende Konstruktion nicht den gewünschten wirtschaftlichen Erfolg bringen. Es gibt zuviele politische Konflikte, Streiks und Interventionen der Investoren aus Rom.
In der ersten Hälfte der 80er befinden sich neben dem Spider, Alfasud und Alfasud Sprint die Giulitta, Alfetta, Alfetta GTV und Alfa 6 im Produktportfolio. 1983 löst der Alfa 33 den Alfasud ab und belibt insgesamt 11 Jahre im Angebot. Ergänzt wurde das Angebot durch den größeren Alfa 75 (rechtzeitig zum 75jährigen Firmenjubiläum) und Alfa 90, beide noch in Transaxle-Bauweise. Hier zeigte man die konsequente Fortführung der noch heute typischen Alfa-Keilform. Der 75 ist der letzte Alfa Romeo, der iom mittlerweile arg gebeutelten Staatskonzern entsteht.
Nach 52 Jahren ist Alfa Romeo dann wieder im Privatbesitz - Hauptkonkurrent FIAT glieder Alfa in seine Palette ein.
Als erstes Produkt der neuen Ära erscheint 1986 die große LImousine 164. Er ist das Produkt einer Gemeinschaftsentwciklung von FIAT, Alfa Romeo und Saab - die Kooperation sollte später noch für viele Nachahmer sorgen.
1992 löst der Alfa 155 den Alfa 75 ab - und zeichnet sich sofort und für lange Zeit als äußerst erfolgreiches Rennsportmodell aus. So gewann er zahlreiche Meisterschaften im internationalen Tourenwagensegment, u. a. auch der deutschen Tourenwagenserie DTM.
Mit dem ungewöhnlich gestylten Alfa 145/146 löst Alfa dann 1994 den Alfa 33 ab - die Anfang eingesetzten Boxermotoren wurden aufgrund ihres Verbrauchs und des gestiegenen Fahrzeuggewichts jedoch abgesetzt.
1995 erscheint dann der lang erwartete - und dennoch gefürchtete - Nachfolger des Alfa Spiders. Zeitgleich bringt Alfa den GTV, die geschlossene Version des Spiders. Mit dem bis zu 220 PS starken Motor kann der Spider mühelos mit dem BMW Z3, Mercedes SLK oder Porsche Boxter aufnehmen.
1997 erscheint dann der Nachfolger des 155, der Alfa 156 - der sich sofort zahlreiche Siege in ganz Europa (Goldenes Lenkrad, Auto des Jahres etc.) sichert. Er steht ganz in der Tradition des Guilia und verkörpert den neuen Geist Alfa Romeos. Später wird nach langer Zeit wieder ein Alfa Kombi, Sportwagon genannt, gebaut. Vermutlich einer der schönsten Kombis, die die Welt jemals gesehen hat.
1998 löst Alfa dann mit dem 166 auch den 164er ab. Damit entstammen nun alle Alfa Romeo-Modelle dem FITA-Konzern. Doch die Stimmen der Kritiker von damals sind lange verstummt...ohne FIAT hätte die Traditionsmarke Alfa Romeo vermutlich auch nicht überlebt.
Seit 2001 gibt es mit dem 147 nun auch einen Nachfolger des 145/146. Allerdings nicht mehr als Steilheck- und Fließheckversion, aber die atemberaubende Schönheit ist mehr als eine Entschädigung dafür !
Quelle: www.buesing.de
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